Verirren im Moor…
Diese schöne Naturholzbrücke führt übers Moor. Als ich noch klein war, habe ich mich nicht getraut über Brücken zu gehen. Später hat es nicht lange gedauert, bis ich ohne Angst ganz lässig “drüberhüpfte” !! Auf jeden Fall ist es eine Brücke, von der aus man ganz viele schöne Ziele erreichen kann
Wer aber nicht auf der Brücke bleibt, der kann sich leicht im Moor verirren. Wie gefährlich sowas ist, das kann sich jeder denken. Also immer schön AUF der Brücke bleiben !
Einmal bin ich mit meinen Freunden Nero und Murphy über diese Brücke gelaufen. Wir wollten uns einen schönen Tag auf einer Lichtung im Wald machen. Ihr kennt ja alle Murphy, der muss immer die verbotenen Sachen austesten
Er wollte unbedingt sehen was unter der Brücke ist. Nero und ich warnten, und versuchten ihn noch fest zu halten, aber dieser Schlingel riss sich einfach los und schon war er im Moor. Es ging ziemlich schnell, er steckte fest und konnte sich gar nicht mehr bewegen. Je mehr er zappelte, desto tiefer versank er. Nero war schon in Panik
Ich sauste zurück um Heidi zu Hilfe zu holen. Als sie an der Stelle angekommen war, war es schon fast zu spät. Murphy schaute nur noch mit der Nasenspitze aus dem Moor heraus.
Aber….wir hatten ein Riesen Glück im Unglück! Plötzlich tauchte ein U Boot auf, genau unter Murphy und hob ihn aus dem Moor heraus. Menno, waren wir froh das er gerettet wurde. Die Besatzung des U Bootes hat uns dann zu einer Rundfahrt ins Moor eingeladen. Das war ziemlich cool. Man konnte zwar nichts sehen, aber es war schön schummrig dunkel und ich konnte in Ruhe mit Nero kuscheln. Murphy störte uns auch nicht, denn der wurde von der Besatzung mit einem Hochdruckreiniger gesäubert. ![]()
Das U- Boot hat uns dann zur Anlegestelle gebracht, von wo ich flink zu Hanne flitzte, damit sie die Halbgoldenen vom Kai abholen konnte ![]()
Als Hanne kam, um ihre Jungs in Empfang zu nehmen, wurde auch sie zu einer Fahrt mit dem U-Boot eingeladen. Boah, das düste vielleicht los!
Ich lag gemütlich mit Nero in einer Kuschelecke, als uns plötzlich eine wahnsinnig laute Sirene erschreckte. ” Alarm, Alarm!!” schrie die Besatzung des U Bootes. Wir sprangen auf. Hatte Murphy wieder etwas angestellt?
Nein! Diesmal war es nicht Murphys Schuld. Er lag pitsche patsche nass total fertig von der Behandlung mit dem Hochdruckreiniger in einer Ecke. So friedlich hab ich DEN noch nie gesehen.
Durch die Fahrt im Moor ist wahrscheinlich das Echolot System des U Bootes kaputt gegangen. Nun hieß es auftauchen. Ganz langsam stieg das U Boot wieder ans Tageslicht auf. Es hakelte etwas, das Boot blieb irgendwo hängen, so das es gar nicht komplett auftauchen konnte. Es war zu eng. Der Kapitän schaffte es gerade noch die Luke oberhalb der Wasserfläche aufzubekommen und wir stiegen alle vorsichtig aus.
Wo waren wir denn hier?
Ein Park, wir inmitten eines Teiches mit einer riesigen Skulptur drinnen! Wir fragten einige Passanten wo wir denn wären. Uns wurde gesagt das wir uns in Bayreuth befinden, in einem See in der Eremitage. Wir haben dort noch einen Rundgang durch den wunderschönen Park gemacht und sind zum U- Boot zurück
Wir stiegen dann alle wieder in das U Boot, und waren einige Stunden unterwegs. Langsam quälte uns der Hunger. Als das U Boot dann endlich wieder anhielt und wir aussteigen durften, waren wir an einem wunderschönen Strand. Kilometerweit langer weißer Sandstrand – traumhaft
Aber wo sollte man hier etwas zu essen her bekommen? Wir wanderten den Strand entlang.
Nero meinte dann, da wir ja alle Barfer sind, müssen wir uns unser Futter wohl selber suchen, dürfte ja nicht so ein großes Problem sein.
Er meinte: “Isi, du bist ein Jagdhund, fängst du uns die Beute?” Ach du Schande, sowas hab ich ja noch nie gemacht! Ich darf das doch gar nicht, Heidi hat mir das verboten.
Ich war ziemlich verunsichert, sollte ich das wirklich tun? O.K ich schau erstmal ob ich überhaupt etwas finde. Ich schnüffelte und schnüffelte den Strand entlang…plötzlich hatte ich eine Fährte
Ich folgte meinem Geruchssinn…..und bald hatte ich es gefunden.
Ein Fuß, ich glaube DAS ist ein Menschenfuß.
Sollen wir den etwa essen?
Wir standen alle um den Menschenfuß herum und beratschlagten. Eigentlich soll man kein Menschenfleisch essen, denn es ist meistens Alkohol und Nikotin verseucht. Da wir alle großen Wert auf eine gesunde Ernährung legen, ließen wir den Fuß im Sand liegen. Er hätte uns eh nicht alle satt gemacht.
Wir zogen weiter ins Landesinnere. Auf einer großen Wiese sahen wir einen Heuwagen, auf dem uns eine Ziege ängstlich entgegenschaute. Murphy schrie: “Isi, fang sie uns!” Mit einem großen Satz sprang ich auf den Heuwagen. Plötzlich rief die Ziege: “Lieber Hund, bitte tu mir nichts. Kommt mit zu meinem Hof. Dort lieben die Menschen Hunde sehr, und werden euch bestimmt zu einem guten Essen einladen. Springt auf den Wagen, mein Bauer kommt gleich, und dann fahren wir heim.“
Solch einer nette Ziege konnte ich nicht einfach nichts tun. Ich hab doch auch ein Herz für Ziegen. Ich überzeugte die Anderen, wir sprangen auf den Wagen und warteten auf den Bauer. Nero war so nett und half Momo auf den Wagen zu klettern ![]()
Anstatt uns von seinem Heuwagen zu verjagen, begrüßte der Bauer uns alle ganz herzlich. Er kletterte auf seinen Traktor und los ging die Fahrt.
Der Bauernhof war kurz hinter der wunderschönen Dorfkirche. Murphy, der sich in den letzten Stunden ja wirklich sehr gut benommen hatte, wollte die Kirche von innen sehen. Es ging alles so schnell, wir konnten ihn nicht mehr davon abhalten. Er sagte nur: ” Das will ich mir näher ansehen! ” und schon war er weg. Er rannte mit Karacho in die Kirche, kletterte die ganzen Stufen zum Glockenturm hoch, und konnte es nicht lassen, seine Ankunft mit lautem Glockengebimmel anzukündigen.
Er biss sich nämlich in das Seil der Glocke fest, und schaukelte heftig hin und her, dass es nur so bimmelte.
Auf dem Bauernhof angekommen, stand schon die Bäuerin draußen, weil sie sich über das laute Glockengebimmel wunderte. Sie freute sich ebenfalls sehr über uns Hunde und brachte uns gleich die leckersten Sachen zum Futtern. Für das gute Essen wollten wir uns erkenntlich zeigen, drum fragten wir, ob wir etwas helfen könnten. Sie sagte: „Oh ja! Ihr könntet am Ufer des Sees Schilf für mich sammeln. Ich flechte Körbe daraus.“ Also liefen wir zum Schilf. Als wir uns auf den Rückweg machen wollten, war Murphy schon wieder weg. Wir sahen ihn dann durch das Schilf hüpfen.
Als er endlich bei uns war, hatte er nicht das Maul voller Schilf, nein, er hatte das Maul voller Frösche und meinte die könnten wir doch zum Nachtisch verspeisen. Igitt !! Murphy musste die Frösche wieder laufen lassen, weil er uns beim Tragen des Schilfes helfen sollte, das wir der Bäuerin brachten. Sie freute sich sehr, und gab uns als Lohn für jeden ein kleines Körbchen mit einem Lunchpaket mit. So zogen wir gut mit Proviant versorgt weiter.

Wir liefen durch einen großen Wald, von weitem sahen wir schon eine Lichtung. Dort wollten wir ein kleines Picknick machen.
Was war das denn?
Dort lief eine kleine Hündin ziellos an der Lichtung umher. Sie weinte bitterlich. Als ich sie fragte, warum sie so traurig sei, sagte sie uns, dass sie ihr Frauchen aus den Augen verloren hätte. Stunden hätte sie schon gesucht , aber leider nicht gefunden. Wir luden die kleine Hündin zum Picknick ein, und schlugen ihr dann vor, mit uns gemeinsam weiter zu ziehen. “Heidi wird dir bestimmt helfen deine Leinenhalterin wieder zu finden. “sagte ich zu ihr. Langsam beruhigte sich die Kleine. Wie sollte sie es nur schaffen den weiten Weg zu laufen, der noch vor uns lag?
Nero, ganz Kavalier, hatte eine blendende Idee. ![]()
Er schlug der kleinen Hündin vor, sich ins Körbchen zu setzen, er würde sie tragen. Schwupps sprang das kleine Hundemädel ins Körbchen und wir trabten los. Sie saß da wie ein Prinzesschen. In diesem Moment wünschte ich mir sehr, auch so klein zu sein und von Nero getragen zu werden. ![]()
Bald kamen wir in bekanntes Gelände und da standen auch schon Heidi und Hanne die uns in Empfang nahmen. Klaro halfen die beiden der Kleinen wieder ihr zu Hause zu finden. Sie hatte ihre Adresse und Telefonnummer am Halsband hängen.
Ich war heilfroh als sie wieder abgeholt wurde. Nun hatte ich meinen Nero wieder für mich :-P
Sagt hier die glückliche Isi ![]()
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