Sally’s Geschichte

Murphys Gesetz

Das war es dann, das Ende der Reise. Der Weg zurück. Zurück in die Zivilisation. Nur mehr wenige Meter trennten mich von dem hölzernen Ausgang dieses Abenteuers. Jetzt da ich hier sitze und schreibe, erscheint es mir fast wie ein längst vergangenes Märchen. Doch um es euch näher bringen zu können, muss ich wohl ein wenig ausholen, denn der Anfang ist eine äußerst delikate Angelegenheit.

Es begann damit, dass  Kommandantin Isi uns kontaktiert hatte einen sehr geheimen Geheimauftrag durchzuführen.  Wie sie uns mitteilte, gingen eigenartige Dinge vor, im Reich Katzachistan.

Wir wurden rekrutiert, uns dort mit der U461  einzuschleichen um uns ein besseres Bild des ganzen Troubles machen zu können.

So wurde die alte Bleiente  betankt und mit Vorräten aufgefüllt.  Dummerweise war allen Beteiligten entgangen, dass es vielleicht nicht gerade die beste Idee war  die Atomraketen durch lecker Hundewürste zu ersetzen

Wie dem auch sei, wir hatten einen unterirdischen Zugangstunnel zu dieser Teichanlage ausgekundschaftet und Kommandantin Isi steuerte das Uboot wacker durch die Untiefen der Kanalisation.  Dort angekommen, gingen wir auf Periskopstiefe und verhielten uns mucksmäuschenstill um die Katzen auszukundschaften. Bald wurde uns klar, das räudige Miezenvolk  wollte die Weltherrschaft an sich reißen.

Dummerweise waren wir nicht in der Lage das Periskop so aufzurichten, dass wir ein anderes Bild bekommen würden.  Für uns war das sozusagen ein Rückschritt. Füßlich gesehen. Irgendwie sahen wir die Welt immer nur aus dem Winkel der Sklavenfüße. Deshalb mussten wir uns verkleidet nach draußen begeben, um Antworten zu kriegen. Wir konnten nur hoffen, dass das nächste Bild, das sich uns in den Sinn prägen würde, ein Besseres wäre.

Als Ziege verkleidet gelang es Nero sich unauffällig dem Katzenvolk zu nähern und  ihre Pläne auszukundschaften.  Eigentlich war es ihm gelungen sich soweit den  Plänen zu nähern, dass er diese mit einem Satz hinunterschlingen konnte. Das Katzenvolk, durch diese Aktion vollends verwirrt und dumm wie nun mal Katzen sind, beschloss, aufgrund mangelnder Planungsunterlagen, den Putsch auf die  Weltregierung, auf unbestimmte Zeit zu verschieben.  Jetzt mussten wir nurmehr aus dieser Katzenhölle, ohne aufzufallen, entkommen.

Die Katzen hatten Nero enttarnt und läuteten die Alarmglocken. Katzen, Katzen. Hunderte, was sag ich Tausende, Millionen. Wir machten uns bereit, uns zu verteidigen. Plötzlich kam es uns wieder in den Sinn “keine Waffen“. Waren doch alle Torpedos durch Würste ersetzt worden, um Platz zu sparen.  Wir waren dabei uns die Haare zu raufen.

DJ schlug vor alle Würste aufzufressen, diese dann durch selbstproduzierte Hundewürste zu ersetzen und damit das Miezenvolk zu bombardieren, als Indi die zündende Idee hatte. Er schlug vor sich rauszuschleichen einen der unbeobachteten Katzen zu kidnappen, dann in Neros Ziegenkostüm zu stecken, zu fesseln, zu knebeln und den restlichen Monstern, sozusagen als Kriegsbeute unterzujubeln.

Dieses undurchdringliche Dickicht kam uns sehr gelegen. Erstens konnte niemand das U-Boot sehen, und zweitens war es ein Leichtes, eine der am Rand pattroulierenden Miezen zu überrumpeln. Also taten wir wie uns Indi geheißen. Die Katzen waren so mit ihrer Kriegsbeute beschäftigt, dass wir ohne Probleme im Schilf verschwinden konnten. Unser Vorteil war ja, dass die Katzen sehr eigen waren, sobald es sich um Nassgebiete handelte. Keine wollte sich nass machen, ganz im Gegenteil von uns. Wir kamen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus, war unser Plan doch vollends aufgegangen. Und das Ganze, fast gewaltlos.

Um der Geschichte nun noch die Krone aufzusetzen, schnappten wir uns eine der Patrouillen. Erst wurde sie sanft betäubt und dann tiefer gelegt und auf Hund umfrisiert. Da sie sich ja beim Erwachen nicht selbst sehen konnte, bemerkte sie auch nicht die Manipulation. Wir platzierten sie auf diesem Weg, wo sie auch schon kurze Zeit später unter lautem Protest, von ihren eigenen Kumpels verhaftet und abgeführt wurde.

Wir lehnten uns zurück und konnten endlich die Würste genießen, die DJ schon so lange den Mund wässerig machten.  Isi startete die Motoren und wir tauchten ab in Richtung Heimat. Wieder einmal hatten die S.D.F (Special Dog Forces) die Welt gerettet.

Natürlich, lieber Leser, muss ich nicht extra erwähnen, dass der gesamte Rückweg ein einziges riesiges Bordfest war.

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