Puh, schon wieder so ein trüber, ungemütlicher Regentag. Der Blick aus dem Fenster ist unfassbar öde.. Was soll Hund nur tun? Langeweile so weit die Nase schnüffeln kann. *blinzelblinzel* *gääähn* Uh.. ich werde müde, sooo müde………. *blinzelblinzel* Oh, was ist denn das? Wo bin ich denn auf ein mal? Sonne, Wärme und es duftet nach Heidekraut und Laub und vielen anderen spannenden Dingen. Dort ist ein Weg.. ein Holzweg? Hm.. soll ich mich auf den Holzweg begeben? Um mich herum summt und brummt es. Oh, es ist so schön hier. Los geht es, dorthin, wo nie ein Hund zuvor gewesen ist.
Ich folge dem Weg und hinter der nächsten Biegung plätschert ein kleiner Bach. Plantschen! Ja! Hinein….
“Was fällt dir ein, du ungezogener kleiner Hund? Dies ist mein Bach, verschwinde!!!” Aus dem Bach heraus schaut ein riesengroßer Fisch mich an und schimpft mit mir *jaul* Ich habe noch nie einen so gruseligen, großen Fisch gesehen.
“Aber, aber.. ich möchte doch nur…” “Hau ab!! Deine Füße sind voller Dreck, hau ab, ich will dich nicht in meinem Bach haben!!”
Unfreundlicher Kerl. Ich überlege noch kurz, ob ich ihn nicht lieber kräftig beissen soll, aber lieber trotte ich weiter. Nur keinen Ärger machen..
Am anderen Ufer des Baches beginnt ein Wald. Dort werde ich hinein laufen, jawoll!! Dort gibt es sicher keine Motzfische.
Schnell hinüber in den Wald geflitzt. Es duftet nach Tanne und Pilzen und.. Moment. Was ist das für ein Geruch? Schnell die Nase an den Boden und der Spur folgen. Das habe ich ja noch nie gerochen.. *schnüffelschnüffelschüffschnüff* Immer tiefer führt mich diese Spur in den Wald. Es wird immer dunkler und die Bäume stehen immer dichter. Ich bemerke das gar nicht. Weiter, weiter, weiter… Und auf ein Mal ist der Geruch ganz nah..
*KNUUUURRR* “WAS HAST DU DENN HIER ZU SUCHEN???!!!” Ohhhjeh ohhjeehhh…. Vor mir steht ein mächtiger Wolf. “Ichichich… ich bin einre Spur gefolgt” Besser ich klemme den Schwanz ein und mache mich ganz klein… “ich wollte dich nicht stören, wirklich nicht…*winsel*. “SIEH ZU DAS DU HIER VERSCHWINDEST! ICH WILL HIER KEINEN HUND. HIER HERRSCHE ICH! HAU AB; ODER ICH WERDE DICH FRESSEN!” Das lasse ich mir nicht zwei mal sagen… Ich renne und renne, so schnell mich meine Pfoten tragen durch den Wald. Der Geruch ändert sich.. *sniff*, es riecht nach.. nach.. Meer!
Oh das Meer, dort wird sicher kein böser Wolf wohnen. Ich renne weiter. Was ist das? Dort ist gar kein Strand? Dort ist ein Hafen. Und dort liegt ein komisches, graues Boot. Das muß ich mir anschauen…
Von weiten ruft mich jemand. Wer kommt denn da auf mich zu geflitzt? Muß ich wieder flüchten? Nein! Die Schnauze kenne ich doch… das ist meine Blogkumpeline Isi! Oh ich freue mich *wedelwedel*
“Isi! Isi! Mir ist etwas ganz komisches passiert!”. “Keine Zeit Smilla, keine Zeit! Wir müssen hier ganz schnell weg. Ich habe mit meinem ultrageheimen spezial Hunde U-Boot auf dich gewartet. Hier ist das Land der unfreundlichen Wildtiere. Und wenn wir nicht schnellstens von hier verschwinden, dann kommen die alle aus dem Wald und verhauen uns!”.
Schnell klettern wir an Bord. Momo erwartet uns, stilsicher mit Kapitänsmütze. “Wurde aber auch Zeit Kinder, jetzt aber schnell weg von hier…”.
Kaum waren wir an Bord, legte Isis ultrageheimes spezial Hunde U-Boot auch schon ab und begab sich auf Tauchgang.
DAS hatte ich noch nie gesehen. Aus einem Bullauge geblickt konnten wir die wunderschöne Unterwasserwelt sehen.
“Isi guck mal, der riesige Fisch dort” “Gut das wir hier drinnen sind, dann kann er uns nicht beissen”.
Wir fuhren eine lange, lange Zeit so durch das Meer, bis wir an einer Unterwasserhöhle ankamen. “Kinder, gleich sind wir da, nur noch in diese Höhle und dann tauchen wir auf.” Momo steuerte das U-Boot vorsichtig in die Höhle hinein. “So ihr zwei. Ich bleibe hier, so viel Abenteuer ist nichts mehr für mich. Ab hier müsst ihr ohne mich weiter, steigt aus und macht euch auf den Weg.”. Isi schlabberte ihrer Momo noch kurz über die Schnauze und dann liefen wir los.
Die Höhle war riesengroß, es leuchtete dunkelgrün und die Wände funkelten. “Boah, schau mal Isi..” “keine Zeit, los komm schon, wir müssen weiter!!!”. Sprach und flitze los. Schnell hinterher, sonst verliere ich sie noch, dachte ich. Wir kletterten schmale Wege nach oben. Immer weiter und immer höher. Oben angekommen wurde es langsam hell. Tageslicht. Um uns herum ein hellgrüner Mischwald, die Sonne strahlt und es roch soooooo gut. “Trödle nicht Smilla! Weiter, weiter..” “Wo wollen wir denn hin? Kennst du den Weg?” “Frag nicht so viel, los. Wir haben es eilig…”. na gut, dachte ich mir, Isi wird schon wissen was zu tun ist. Komische, unfreundliche Tiere haben wir aber keine mehr gesehen.
Nach kurzem Sprint durch den Wald erreichten wir eine hohe alte Mauer. “Hier müssen wir durch, wir müssen ein Loch, oder eine niedrigere Stelle suchen. Aber sei leise, nicht das der Wächter uns hört.” “Der Wächter?” “ja ein uralter, griesgrämiger Bär hält hier Wache und er lässt kaum jemanden hinein. Ah, schau, da ist ein Loch in der Mauer. Da passen wir durch.” Ein Bär? Ohjehhhh.. Wolf, Bär.. was da wohl noch kommt. Wir krabbelten durch das Loch. Ganz schön eng.
Auf der anderen Seite erwartete uns ein wunderschöner Park. Wir verschnauften ein wenig… doch.. In der Ferne hörten wir ein dröhnen: *bomp, bomp, bomp* “Lauf Smilla, lauf! Hinter mir her, der Bär kommt, er darf uns nicht sehen!”. Oh menno, immerzu rennen…. Durch den Park, über Wiesen, kleine Wälder, über Lichtungen und durch das Unterholz rannten wir. Plötzlich blieb Isi stehen. Vor uns lag eine Ruine. Hier waren bestimmt früher mal Zweibeiner, aber ich konnte keinen von denen erschnüffeln. “Was ist das hier Isi?” “Wir sind gleich da Smilla, gleich.” “Wo sind wir gleich?” “Da, da ist es!”
Vor uns lag ein rechteckiger Brunnen, oder Teich, mit steinernen Tierskulpturen in jeder Ecke und einer großen Skulptur in der Mitte. Sie sahen sehr, sehr alt aus. Das Wasser im Teich schillerte in leuchtendem Grün und um uns herum war es ganz still. “Das hier ist das verlorene Portal Smilla. Hier werden wir jetzt den nächsten Teil unserer Reise antreten” “Aber wohin geht unsere Reise denn?” “Das wirst du schon sehen, komm, wir springen rein…”
*PLATSCH* *PLATSCH*
Das Wasser war warm, und schmeckte süß und frisch… Isi murmelte etwas, das wie “Rapzeraptitrapp” klang.
Um mich herum verschwamm der Teich, die Ruinen und sogar Isi verschwand langsam.. “ISI……!!!”
Um mich herum flimmerte alles.. bunt und verschwommen. Doch ganz langsam nahm das Flimmern ab. *Plumps* *Plumps*
Wir landeten in weichem Sand. Und direkt neben mir war Isi. “Oh jeh, was für eine Reise” “Wo sind wir denn jetzt gelandet Isi?” “Dies ist die Wüste des Riesenfußpaschas. Ihn müssen wir suchen um unsere Reise fortsetzen zu können. Komm Smilla, wir fangen gleich mit der Suche an.” Isi steckte ihre Nase in den Sand und schnüffelte los. Ich tat es ihr nach. “Da, da vorn, da ist irgendetwas!!!”. Wir rannten los. Es war unglaublich heiss und der Sand brannte unter unseren Pfoten. Weit, weit vor uns konnten wir Bäume sehen. Komische Bäume, mit komischen Blättern ganz oben am Stamm. “Isi, was sind das für Bäume?” “Das sind Palmen.” “Ich muß mal…” “Ja, da kann man auch dran Pieschern Smilla, keine Sorge” Isi kicherte vor sich hin.
Um die Bäume zu erreichen mussten wir noch eine ganze Zeit durch den heissen Sand laufen, aber letztendlich haben wir sie doch noch erreicht.
“Puuuuhhhuuuhu” “Na, das war aber dringend”. Komm her, hier drüben kannst du auffüllen Smilla.”
An einem kleinen Teich konnten wir trinken. Auf ein mal ertönte eine Stimme hinter uns.
“Ja wer seid ihr denn? Und was macht ihr hier?” Isi drehte sich um. “Mööönsch Indi, wir sind es doch nur. Isi und Smilla”. Okay, die beiden schienen sich zu kennen. “Ah gut, das ihr da sei. Willkommen ihr zwei, ich habe euch schon erwartet. Lasst uns gleich weiter gehen zum Palast des Riesenfußpaschas. Es wird hier bald so heiss, das wir es draussen nicht mehr aushalten können.” Und so wanderten wir, nun zu dritt, weiter durch die Oase. Nach kurzem Marsch kamen wir zu einem Palast. Irgendwie, hm.. ägyptisch. Indy kannte den Eingang und schnell waren wir im Inneren. Dort war es kühl und schattig. “Hinter dieser Tür wartet er auf uns. Macht euch ganz klein und robbt auf dem Bauch zu ihm, das reden übernehme ich”…. Mit lautem quietschen öffnete sich die schwere Tür zu dem Raum des Riesenfußpaschas… “Ich hab Angst” “Sei leise Smilla, Indi macht das schon”….. “ist Indi irgendwie mit Indiana Jones verwandt?” “Halt doch mal deine kleine Schnauze…”
“JA WEN HABEN WIR DENN DA? INDI, WEN BRINGST DU MIR?” “Großer Pascha, dies sind meine Blogfreundinnen Isi und Smilla, wir sind auf der großen Reise und brauchen deine Hilfe um weiter Reisen zu können” “SO SO. ICH WERDE EUCH HELFEN, ABER NUR, WENN IHR DIESE RÄTSEL LöST! SCHAFFT IHR ES NICHT MÜSST IHR FÜR IMMER HIER BLEIBEN UND MIR DIENEN.”
Der Riesenfußpascha gab Indi eine Schriftrolle. Schnell rollten wir sie auseinander und lasen das Rätsel.
Es gibt auf der Erde ein Zweifüßiges, ein Vierfüßiges und ein Dreifüßiges desselben Namens. Wenn es sich mit den meisten Füßen fortbewegt, ist seine Schnelligkeit am geringsten. Von welchem Wesen ist die Rede?
“Jaul.. das ist schwer”.. “Lass mich mal nachdenken Smilla.. Indi, hast du eine Idee?” “Nein, ich habe mein ganzes Leben lang vier Beine und habe keine Idee was gemeint sein könnte”.
Der Pascha grinste dort oben auf seinem Thron und mir rutsche das Hundeherz immer weiter in die Pelzhose.
“Ich habs! Leute, ich habs!” Isi sprang auf. “Das sind die Zweibeiner! Als Welpen krabbeln sie auf allen vieren, wenn sie groß sind nur noch auf den beiden Hinterbeinen und wenn sie alt sind, dann brauchen sie oft ein drittes Bein, um sich drauf abzustützen. Und als Welpen sind sie furchtbar langsam, langsamer noch als sie mit dem dritten Bein sind!”
“SO SEI ES!!!” Der Pascha stand auf und berührte erst Indi, dann Isi und am Ende mich mit seinem Zepter *fitzelblitzel* Um uns herum sprühte und funkelte es.. wieder verschwamm alles und die Reise ging weiter…..
*blitzelfunkelblitzelblitz* *plumps! plumps! plumps!*
“Määhääähääää!!!!! Mecker!!! sagt mal, was fällt euch denn ein mich so zu erschrecken?”.
Huch, wo waren wir denn jetzt gelandet. Ich sah mich um: Wir saßen alle drei auf einem Heuwagen, der außer mit Heu, auch noch mit einer Ziege beladen war.
“Oh, entschuldige bitte Frau Ziege, das war keine Absicht, ehrlich” sagte Indi. Isi und ich schüttelten das Heu aus unserem Fell. “Sage mal, Frau Ziege, wo sind wir denn hier?” “Auf meinem Heuwagen.” “Puh, warum sind Ziegen bloß immer so schrecklich kompliziert?”, flüsterte Isi mir zu. “Aha.. und wo steht dein Heuwagen für gewöhnlich?”
“Na, auf unserer Wiese, ihr Blödies! Das Hunde aber auch immer so kompliziert sind…”.
“Und wer ist wir?” fragte Indi leicht genervt. “na wir, wir Tiere hier.. Wisst ihr was? Ihr seid mir zu umständlich. Lauft doch den Weg da vorn entlang. Nach der zweiten Biegung kommt ihr zu unserem Hof. Da sitzt DJ und passt auf. Fragt den doch aus und lasst mich jetzt mal in Ruhe.”
“Na, das ist doch mal eine Antwort mit der wir etwas anfangen können. Kommt Mädels!”, sprach Indi und sprang vom Heuwagen. Wir flitzten den Weg entlang, hopsten in den Graben neben dem Weg und zum Schnüffeln blieb sogar auch noch ein wenig Zeit. “Ach, so könnt mir die Reise auf Dauer gut gefallen” “Smilla, du vergisst immer wieder, dass wir unser Ziel erreichen müssen…”. “Aber wenn ich nicht weiss, was eigentlich unser Ziel ist, dann kann ich nicht immerzu daran denken..” “Ich hab dir doch schon gesagt, dass…”. “Mädels, wird´s denn bald mal was? Wir sind da.”
Wir kamen an einen alten Bauernhof, in dessen Mitte ein ganz wuscheliger, brauner Hund saß. “Hey DJ!” Hey ihr drei, ich dachte schon ihr kommt gar nicht mehr..” “Smilla trödelt immerzu..” “Hey!!”
“Kein Streit bitte, lasst uns in die Scheune gehen, da hab ich etwas zu Fressen für euch. Und dann müssen wir auch schon weiter.” Ich konnte es kaum glauben. Wir waren immer noch nicht da? “Zieh nicht so eine Schnute, kleiner Hund, komm Fressen.” Indi stupste mich an.
Nach dem leckeren Fressen trabten wir -nun zu viert- weiter. DJ führte uns über Felder voller Mohn- und Kornblumen, über einen kleinen Fluss, weiter in Richtung eines kleinen Waldes. Schon wieder ein Wald? Mir fiel der unfreundliche Wolf wieder ein… “Gehen wir in den Wald DJ?” “Nein, die Mühle dort am Fluss ist unser Ziel. Wenn wir dort angekommen sind, müssen wir dem Müller helfen.”
Der Müller erwartete uns schon. “Aahhhhh, da seid ihr ja DJ. Und du hast gleich drei Freunde als Verstärkung mitgebracht, das ist sehr gut…”.
“Was sollen wir hier denn jetzt tun?” fragte Isi. “Wir helfen dem Müller sein Boot mit den Mehlsäcken zu beladen.
Als Lohn nimmt der Schiffer uns dann mit Stromabwärts. Das geht schneller und ist weniger anstrengend als den ganzen Weg zu laufen.”. DJ und Indi wurden vor einen kleinen Wagen gespannt, Isi und ich zusammen vor einen weiteren. Damit zogen wir die vielen Mehlsäcke zu dem Lastkahn. Es wurde schon dunkel, als wir endlich fertig waren und an Bord klettern durften. Wir rollten uns auf den Säcken zusammen und schliefen ein, während der Kahn sich langsam von der Mühle entfernte und Flussabwärts fuhr…..
… wir fuhren die ganze Nacht den Fluss hinunter. Am Morgen näherten wir uns einem kleinen Ort. Zuerst konnten wir nur den Kirchturm sehen, aber je näher wir kamen, desto mehr Häuser konnten wir sehen.
Am Hafen angekommen hüpften wir von Bord. Abladen helfen mussten wir nicht. Hier gab es Hafenarbeiter die sich der Säcke annahmen.”Los Leute, ich kenne den Weg.” sagte DJ. “Welchen Weg? Wo soll es denn hingehen?” ich fand es langsam echt seltsam, dass alle immer wussten was Sache ist, nur ich nicht. “Wir treffen gleich Carry und Lissa, die beiden Beagle Damen”. Mehr Blog Hundekumpel, super.. Das fand ich prima. Es schien so, als würde unsere Reisegruppe weiter wachsen. Isi, Indy, DJ und ich liefen durch die kleinen Gassen des Ortes. “Wo sind wir hier eigentlich?” fragte ich Isi. “Dies ist Hinterritzebüddel, ein ganz altes Dorf in dem die Zeit stehen geblieben ist.”
Jetzt, als Isi das erwähnte fiel es mir auch auf. Es fuhren keine Autos, es gab keine Ampeln, keine Beleuchtung an den kleinen Geschäften. “Das gefällt mir, keine Autos” sage ich und wedelte fröhlich mit dem Schwanz.
Wir liefen quer über den Marktplatz auf ein Haus zu, welches direkt neben der Kirche, die wir vom Boot aus gesehen hatten, stand. Hinterm Zaun wurden wir bereits erwartet. “Hallo, hallo ihr vier. Schön das ihr es so rechtzeitig geschafft habt.” Wir begrüssten uns und tobten erst einmal eine Runde im Garten herum.
Nach dem Spiel lagen wir zu sechst in der Sonne und dösten ein wenig vor uns hin. “Mädels, wann wollen wir denn weiter?” Fragte Indi. Hmm.. weiter.. dies war also auch nicht unser Ziel..Carry antwortete: “Ich glaube, wir sollten gleich jetzt aufbrechen, die Zweibeiner halten alle ihre Brotzeit, da könnten wir ungesehen in die Kirche gelangen.” “In die Kirche?” Isi runzelte die Stirn, “Seit wann ist das Portal denn in der Kirche?”. Der blöde Küster hat das alte Portal abgelassen. Der Teich im Garten des Pfarrhauses existiert nicht mehr. Aber das Portal hat sich einen neuen Platz gesucht. Es wird nicht einfach werden es zu aktivieren…”. “Na, dann mal los meine Damen!”.
Wir liefen hinter den Häusern entlang in Richtung Kirche. An der Tür angekommen erwartete uns die erste Hürde. “Mist! Die Tür ist zu!” Smilla, spring du doch bitte mal auf DJs Rücken und versuche die Klinke zu drücken. Isi, Carry, Lissa und ich werden dann dagegen drücken um die Tür zu öffnen.”. Gesagt, getan… Gar nicht so einfach, aber nach zwei Fehlversuchen hatten wir es geschafft. Ächzend öffnete sich die Tür und wir schlichen in die Kirche. “Leise Leute, nicht dass der blöde Küster uns erwischt, dann wäre hier aber was los..”Wir trippelten so leise wir konnten durch die Kirche. Vorn, neben dem Altar, befand sich eine kleine Tür, hinter der eine Treppe in den Kirchturm führte. “Hier müssen wir rauf” sagte Lissa. “Und oben wird es dann nochmal knifflig” ergänze Carry.Die Treppe war ganz schön lang. Viel länger, als es von außen den Anschein machte. Oben angekommen fragte Isi “So, da wären wir. Und nun?” “Siehst du die große Glocke dort oben?” Carry deutete mit der Schnauze nach oben. Boah, was für eine riesige Glocke.. “Das Monster müssen wir jetzt läuten, dann wird das Portal aktiviert ….”. Das war keine einfache Aufgabe. Aber wir wären nicht die wahrscheinlich schlausten Hunde der Welt, wenn wir diese Herausforderung nicht gemeistert hätten. Jeweils zu dritt sprangen wir an eines der Seile und zogen es mit unserem Gewicht. Immer abwechselnd sprangen wir und langsam, ganz langsam bewegte sich die Monsterglocke.
*BAMM! BAMM! BAMM!* Die Glocke dröhnte und wieder blitzelte und funkelte es um uns herum.. Ich hörte noch wie Carry und Lissa gemeinsam “Zappzerrappzapp” murmelten, dann verwischte das Bild vor meinen Augen…
Wir landeten auf freiem Feld. Um uns herum nur grüne Wiesen, so weit das Auge reicht. “Und nun?” fragte Carry. “Ich bin mir nicht sicher….” Isi hielt ihre Nase in den Wind. “Wir müssen uns mit Sally treffen, gemeinsam die nächste Aufgabe erledigen und dann geht es weiter. Ich weiß nur grad nicht, in welche Richtung wir uns wenden sollen.” Isi schnüffelte weiter. “Wenn wir nichts riechen können, dann müssen wir einfach immer geradeaus laufen. Wir werden Sally schon finden. Und alles ist besser als hier herum zu hocken. Los kommt!” Indi drehte sich um und lief los. DJ, Carry und Lissa folgten ihm und auch Isi und ich rannten hinterher.
Es ging Hügel hinauf und wieder hinunter, wir überquerten einen Fluss und kletterten über Felsen. “Ich weiß nicht, ob wir wirklich auf dem richtigen Weg sind?”ich fand es sehr unwahrscheinlich das wir Sally einfach so durch Zufall finden sollten. Lissa hielt schnüffeld ihre Nase in den Wind. “Hm.. doch, ich glaube ich kann etwas riechen. Ja, ich bin mir sogar sicher. Weiter Leute! Weiter!”. Wir spurteten los und wären beinahe allesamt in eine Spalte, die sich im Boden auftat, gefallen. Wir purzelten durcheinander. “Puh, das war knapp” sagte Isi. “Allerdings! Wir müssen besser aufpassen. Los, wir sollten versuchen drüber hinweg zu springen.” “WAAAS? Denkt hier auch mal wer daran, dass nicht alle mitreisenden groß genug sind um so weit hopsen zu können?”
“Das schaffen wir alle, mach dir keine Sorgen Smilla.” Ich war nicht überzeugt… Als es losging, war mir ganz übel. Ich stand am Rand der Spalte und war unfähig auch nur mit dem Schwanz zu zucken. Außer Dj und mir waren bereits alle anderen heil auf der anderen Seite angekommen.” Los Smilla, spring!!” “Ich kann nicht, das ist viel zu….AUUUUAAAAAA!!!!” Ich machte einen riesen Satz nach vorn und landete sicher auf der anderen Seite. DJ hatte mir in den Hintern gebissen!!! Ich wollte mich grad aufregen, als ich bemerkte das um mich herum alle Tränen lachten. “Siehst du, geht doch” sagte DJ und trabte vergnügt weiter.
Wie Lissa gesagt hatte, trafen wir kurz darauf auf Sally. Sie saß an einer Quelle und rief uns entgegen: “Endlich! Beeilt euch doch!!” Wir rannten auf sie zu.. “Es wurde aber auch Zeit. Nur 10 Minuten später und wir würden es nicht mehr bis zum Portal schaffen.” “Jetzt sind wir ja da Sally. Komm, zeig uns den Weg.” Isi übernahm zusammen mit Sally die Führung. Ich hatte meinen Ohren kaum getraut.. noch ein Portal? Wo wollten wir denn nur hin?
Wir kamen an den Rand eines Feldes. Vor uns wuchsen große Pflanzen.. hm.. ich glauben es war Schilf. Egal, wo hin wir schauten, links oder rechts.. das Schilf lag vor uns und es gab keinen Weg um es herum.
“Jetzt werden wir uns auf unsere Nasen verlassen müssen. In mitten dieses Schilfmeeres liegt das Portal. Wir haben nur noch wenig Zeit, los kommt wir müssen es finden…”
Wir traten alle in das Schilfmeer, es raschelte und bald war kein anderes Geräusch mehr zu hören, außer dem Rascheln und unserem Schnüffeln…..
Ich hatte meine Nase tief in das Schilf gesteckt uns schnüffelte, als gäbe es als Belohnung einen riesigen Knochen. So bemerkte ich nicht, dass ich auf ein mal die anderen nicht mehr hören oder sehen konnte.
“Hey, wo seid ihr alle?” Stille.. nur das Rascheln des Schilfes war zu hören. Was sollte ich denn nun machen? Ich hielt meine Nase in den Wind *schnüff, schnüff, schnüff* Da! Eine Spur.. das war Isi.. Ich rannte los, die Schilfstängel flogen mir nur so um die Ohren. Ich rief die anderen, jeden einzelnen beim Namen: Isi, DJ, Indi, Carry, Lissa, Sally.. wo seid ihr?” Von weit entfernt hörte ich Indi rufen. “Hier Smilla, wir sind hier.. wir haben das Portal gefunden! Folge unserem Bellen und beeile dich!!!”
Ich rannte wie der Blitz, verfing mich im Schilf, fiel hin, rappelte mich wieder hoch und auf ein mal stand ich auf einer freien Fläche in Mitten des Schilfwaldes. Dort waren alle meine Reisefreunde. Ich wedelte wie wild mit dem Schwanz. Ach was, ich wedelte mit allem was ich habe. “Oh, ich bin so froh das ich euch wieder gefunden habe. Ich dachte schon, ich hätte euch verloren” *wedelwedel*. “Nein, wir hätten dich nicht hier gelassen.” sagte Lissa. Und Sally sagte “Wir wollten dich grad suchen gehen. Gut das du uns noch gefunden hast.”
“Wo ist den das Portal?” DJ sah sich um.. “Ich kann nichts dergleichen hier sehen?” “Warte” Sally fing an zu buddeln. “Helft mir mal..” Wir buddelten alle an der Stelle wo Sally begonnen hatten. Eine Kiste kam unter der Erde hervor. “Hier, den Deckel müssen wir noch öffnen, dann kann es weiter gehen.”
Sally murmelte “Zapperapptitapp! Und jetzt springt rein, einer nach dem anderen…” Und so sprangen wir alle nach einander in die Kiste, die eigentlich nicht mal für zwei von uns genug Platz bot. Aber, wie auch schon bei den Portalen zuvor, funkelte es und die Welt um uns herum verschwamm…
Wir fanden uns an einem Feldweg mitten in einem Wald wieder. “Weiss jemand von euch, in welche Richtung es weiter geht?” fragte Indi. “Ja, ich weiss es” Sally lief los und wir folgten ihr. Am Ende des Weges tat sich ein Lichtung auf. Auf ihr saß ein Hund, ein Chihuahua. “Da sei ihr ja. Wir haben schon auf euch gewartet.” “Wir?” fragte DJ, “ich sehe nur dich”. “Ich bin hier..” Aus dem Dickicht kam ein zweiter Chihuahua hervor und gesellte sich zu uns. “Wir sind Starlet und Blanche und wir werden euch den letzten Teil der Reise begleiten”. “Na dann willkommen im Blogrudel” Isi wedelte mit dem Schwanz, “Wo lang geht es weiter Mädels?”. “Folgt uns.. Wie der Blitz flitzen die beiden los und wir beeilten uns hinterher zu laufen.
Wir flitzen eine lange Strecke durch den Wald, der bald darauf immer dichter und grüner und dunkler wurde. “So einen dichten Wald habe ich noch nie gesehen.” sagte Lissa. “Dies ist der unwirkliche Dschungel, wir sind gleich da” Blanche drehte sich um, “Dort steht ein alter Aztekentempel in dem sich das letzte Portal befindet.”
Und richtig, hinter der nächsten Biegung erwartete uns ein sehr großes Gebäude, mit unheimlichen Tierbildern an den Wänden. “ich finde es hier sehr unheimlich” sagte ich. “Kein Grund zur Sorge Leute, solang Blache und ich dabei sind, kann euch gar nichts passieren.. wir tragen das Erbe in uns.”
Wir kletterten eine Treppe hinauf. Hoch hinauf. Oben angekommen standen wir vor einem verschlossenen Tor. “Och nö, es ist zu” sagte Indi. “Den Stein werden wir kaum bewegen können.” warf DJ ein. “Keine Sorge” wiederholte Starlet. Sie und Blanche legten ihre Vorderpfoten auf einen kleinen Stein, der jeweils links und rechts des Tores angebracht war. Kaum hatten ihre Pfoten die Steine berührt, öffnete sich das Tor knirschend. “Seht ihr, alles ist gut. Kommt….!”
Kaum hatten wir den Tempel betreten riefen die beiden “Zappzerrappeltitrappp” und die Reise ging mit Funken und Flimmern weiter….
…*Kawumm!!!!* Wir landeten mit lautem Knall auf einer Auffahrt. “Hm.. hier sieht es jetzt gar nicht mehr nach einer Fabelwelt aus.” Sagte Carry. “Nein, jetzt sind wir am Ziel, unsere Reise ist vorbei. Kommt mit, wir laufen in den Garten!” Isi flitze los.. Und kaum waren wir um die Ecke gebogen, da wurden wir auch schon erwartet. Vor uns standen Nero und Murphy, die beiden halbgoldenen Jungs. Was für eine Freude. Wir begrüssten uns alle Schwanzwedelnd und tobten über die Wiese. “Mööönsch, das ist aber eine Überraschung” rief ich, “ich hätte nie gedacht, dass ihr unser Ziel seid”. ” Wo euer Ziel sein würde wusste keiner, nur das am Ende eine große Überraschung auf alle wartet.” “Die Überraschung ist gelungen” sagte DJ. “Sagt mal, erschnüffle ich nicht grad jede Menge leckere Dinge?”. “Gut geschüffelt DJ, kommt mit, dort hinten warten leckere Hühnerbeine, Knabberohren, Pansen und vieles mehr auf euch. Heute ist hier bei uns Hundegartenparty!!
Ich traute meinen Augen kaum. Noch nie hatte ich so viele leckere Dinge auf ein mal gesehen. Ich rannte los und öffnete mein Maul… das Hühnerbein da vorn, das sollte es sein….
” Smilla, steh auf, wir wollen raus gehen. In den Park, los komm du Trantüte!”
Ich blinzelte.. Oooochnöööööö, ich hatte alles nur geträumt.. So ein Mist! Sie hatte mich aus meinem wohl besten Traum den ich je hatte geweckt.
Ich sprang auf, streckte mich und lief zu ihr.
Ende
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