Sally: Hinterm Horizont gleich links
Hinterm Horizont gleich links
Wie oft sind wir hier Seit an Seit
Diesen Weg entlang gegangen
Wie oft haben wir der Seele Freud
Mit Liebe eingefangen
Wie oft konnt ich dich spielen seh’n
Und du mich herzlich lachen
Wie oft soll hier nun einsam geh’n
ich, was ohne deine Nähe machen
Seh’ ich diese Hölzer, denk’ ich
So könnt’s hinter jener Brücke sein
Kann es sein, vermisst du mich
Fühl ohne dich mich so allein
Wenn wir uns dereinst mal wiederseh’n
Wirst du mich überhaupt erkennen
Wirst Seit an Seit du mit mir geh’n
Kannst meinen Namen du benennen
Dort wo Milch und Honig fließt
Wirst du auf mich warten
der Freundschaft Blume lachend sprießt
surreal in Traumes Garten
Wo sich unser Herz dann so begegnet
Wird langes Warten reich belohnt
Sei Tag und Nacht die Stund gesegnet
Wenn man wieder gemeinsam wohnt
Jetzt hab ich doch noch was entdeckt
Das werdet neben uns ihr missen
Da drüben, da gibt es keinen Dreck
Worin sich Hunde suhlen müssen
Und steht euch Naschen mal im Sinn
Nach Äpfel vom Pferd und ihrem Zauber
Die bleib’n dort in den Pferden drin
So halten “Die“ die Straßen sauber
Dort oben wird man niemals schmutzig,
nicht so wie hier, auf dieser Seit.
Dort bleibt ihr immer alle putzig,
dort vergeht niemals die Zeit
Dort bleibt man immer schön geschmeidig.
Man wird dort oben niemals alt.
Hier unten wird man des Altseins leidig.
Dort wird es sicher nicht mal kalt.
Ich fühl mich, wie dieser Reifen hier
Hohl und aufgehangen
Mein Profil zeigt auch nicht mehr seine Zier
Wie vom Moos hier eingefangen
Ihr seid nicht hier, um mit uns zu turnen
Wir bleiben eigentlich auch viel mehr zu Haus
Eure Asch steht dort rum in Urnen
Vermissen tun euch Katz und Maus
Dieser Bau, aufs Jenseits gerichtet
Erinnert an eine Rakete mich
Doch wird von Geistes Reise nur berichtet
Befördert werden Pakete nicht.
Dort soll Alles besser sein, so heißt es
Kein Leid und Unheil, stellt einem nach
Dass du nicht klagst, das beweist es
Trotzdem lieg des Nachts ich wach
Vielleicht bist du reinkarniert
Als Frosch, kann sein, in kaltem Wasser
Glaub nicht, du wärest jetzt blamiert
Vielleicht Küsst dich ja ein Tausendsassa
Solange du nach Frankreich nicht reinkarnierst
Erlebst mit Freuden du den nächsten Morgen
Auch wenn du in unseren Breiten frierst
Um Schenkel muss man sich hier nicht sorgen
Und wenn du als Hund zurück gekommen
Und fortan jetzt andere Leute liebst
Hat man dich uns weggenommen
Wenn Aufmerksamkeit du Andren gibst
Wär dann deine Freundschaft temporär
Würdest du dich in neue Herzen schrauben
Oder ist eigentlich sie elitär
Woran möcht’ man da lieber glauben
Sieht’s so bei euch da drüben aus?
Ist es wirklich das, was euch gefällt
Da ist doch niemand, nicht mal ’ne Maus
Ist es das, was euch den Tag erhellt?
Wir jedenfalls vermissen euch täglich
Da hilft uns manchmal gar kein Rat
Ist unsere Laune dann unerträglich
Zeigt unsere Trauer sich, in so manch Zitat:
Ein breiter Tränenstrom
fließt über’s Heldenkinn,
als trauriges Symptom
bezeugt´s den trüben Sinn.
Wir können´s gar nicht sehn
wenn ihm die Sonn´ nicht scheint.
Oh gebt dem Vater Schutz
Und liebt ihn, wenn er weint.
(Pirates of Penzance)


Sally, jetzt hast du mein Frauchen zum Weinen gebracht.
Als sie deine Zeilen gelesen hat, musste sie gleich an ihre geliebte Hündin Susy denken, die auch schon seit ein paar Jahren “dort drüben” ist, und da glitzerten Tränchen in ihren Augen…
Wenn man den Leser zu Tränen rührt, hat man eigentlich alles richtig gemacht. Danke für diese sehr emotionalen Zeilen, sie sind wirklich gelungen.
Huhuuu Archie,
na da abin ich aber total begeistert das es deinem Frauchen so gut gefällt, Dankeschön.
Liebes WUUUH
Sally
Oh Sally,
Das hast du wunderschön geschrieben, du bist und bleibst eben eine Prinzessin ALLER Herzen…
du Künstlerin, Heidi hat gleich wieder geheult
Liebes Wuffi Isi – beeindruckt
Dankeschön meine liebe Isi.
Ich werde mich morgen gleich dranmachen und deine Geschiche lesen.
Liebes WUUUH
Sally